28. Oktober 2008
Heute hatte Camila ihr Referat gemacht; sie redete von Käthe Kollwitz, eine Graphikerin und Bildhauerin aus Deutschland.
Kollwitz arbeite zuerst den Naturalismus und den Realismus. Dann machte sie eine Ausstellung, die "Der Krieg" hieß, die zu der Strömung des Expressionismus gehört. Sie ist auch bekannt, wegen ihren Plakate gegen den krieg.
Hier ist die Zusammengfassung des Referats:
Käthe KollwitzKäthe Kollwitz war eine der bedeutendsten Graphikerin und Bildhauerin ihrer Zeit. In ihern Zeichnungen, Holzschnitten, Lithographien und Radierungen beschäftigte sie sich mit soziallen Problemen und sozialkritischen Themen. Die Künstlerin verknüpfte mit ihrem Kunstschaffen sozialles, gesellschaftkritisches, und sozialpolitisches Engagement. Sie setzte sich für die sozial Schwachen ein, und zeigte sich als Pazifistin und Frauen- und Jungendrechtlerin. Anfänglich ließ sie sich von ihrem Lehrer, dem Radierer und Porträtisten Karl Stauffer-Bern leiten. Später diente ihr die Werke von Max Klinger und Vincent van Gogh als stilistische Orientierung. Käthe Kollwitz wurde am 8. Juli 1867 in Königsberg- Ost Preußen (heute Kaliningrad ) geboren. Ihre Mädchenname war Schmidt aber später in 1887 heiratete sie den Medizinstudenten Karl Kollwitz, mit dem sie zwei Jungen kriegte.
Die von dem Vater entdeckende zeichnerische Begabung der Künstlerin, trug sie die Ausbildung zur Künstlerin bei. Sie erhält 1881 ersten Unterricht in Königsberg bei dem Maler Gustav Naujok. Noch im gleichen Jahr studiert sie die Malerei bei Karl Stauffer- Bern (1857-1891) in Berlin bis 1886, und von 1888 bis 1890 studiert sie an der Münchner Künstlerinnenschule bei Ludwig Herterich (1857-1891).
1892 siedelte sie mit ihrem Mann nach Berlin um. Dort las sie die kunsttheoritische Schrift “Malerei und Zeichnung” von Max Klinger und erhielt den Impuls für ihre Hinwendung zur Graphik. Sie wollte damals die schwierigen Seiten des menschlichen Lebens darstellen. An “Ein Weberaufstand”, ihr erstes druckgraphisches Zyklus , arbeitete sie in den Jahren zwischen 1895 und 1898. Sie war unter dem Eindruck der Uraufführung des Dramas “Die Weber” (von Gerhart Hauptmann). Dieses Drama handelte über die Hungerrevolte der schlesichen Weber ( 1844 ). Die graphische Arbeit der Künstlerin wurde im 1898 in der Großen Berliner Kunstausstellung gezeigt. Mit ihrem Zyklus begann der künstlerische Durchbruch auf der "Großen Berliner Kunstausstellung". Kaiser Wilhem II lehnte ab , dass der Künstlerin, wegen ihrer Arbeit eine Medaille gegeben wurde. 1898 wurde sie Mitglied in der "Berliner Secession" und unterrichtete Radieren und Zeichnen an der Künstlerinnenschule in Berlin in der Zeit von 1898 bis 1903. Sie nahm an der ersten Ausstellung der Berliner Secession teil, und war jeweils eine ihrer Mitglied von 1901 bis 1913. 1901 begann sie mit ihrem zweiten bedeutendsten Zyklus “Bauernkrieg”, der durch die Lektüre von Wilhelm Zimmermanns "Allgemeiner Geschichte des großen Bauernkrieges” inspiriert wurde. Sieben Jahre später vollendete sie den Zyklus. Käthe Kollwitz besuchte Paris in 1904, wo sie studierte und arbeitete. Der Expressionismus wurde ab dem Jahre 1910 entstanden, aber schon im Herbst 1905, wurden an der berühmten und jährlich stattfindenden Kunstausstellung im Pariser “Salon” neue Bilder gezeigt, die die Öffentlichkeit genauso schockierten wie die der ersten Impressionisten-Ausstellung im Jahre 1874.
Wegen die grelle, schreiende und für das Publikum ungewohnte Einsetzung der Farben, wurden die Künstler als “les fauves – die wilden Tiere” bezeichnet. Die Fauvisten lehnten den Impressionismus ab und verstärkten die Ausdruckmittel von Malern wie Vincent van Gogh. Der Fauvismus war eine Auflehnung gegen etablierte Kunstvorstellungen. In Deutschland wurde 1905 in Dresden die Künstlergruppe “Die Brücke” gegründet. Ihr Ziel war neuen Wege im Künstlerischen Ausdruck zu finden und den Stil der Akademien entgegenzuarbeiten. Die Brücke Maler lehnten geanuso wie die Fauvisten die etablierten Vorstellungen des 19. Jahrhunderts ab. Durch die Reduzierung der Formen wurde die Steigerung des Ausdrucks erreicht.
Die Emotion wurde durch unrealistischen Farben ausgedrückt. Mitgliedern dieser Gruppe waren: Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), Karl Schmitt-Rottluff (1884-1976), Erich Heckel (1883-1970) und Fritz Bleyl. Später gehörten der Gruppe auch Otto Mueller (1874-1930), Max Pechstein (1881-1955) und kurzzeitig Emil Nolde (1867-1956) an. Im Jahre 1913 wurde die Brücke-Vereinigung aufgrund von Meinungsverschiedenheiten der Künstler aufgelöst. Obwohl Käthe Kollwitz zu der Zeit der Brücke und andere expressionistische Bewegungen wie der blaue Reiter gehörte, unterschied sich ihre graphische Arbeit den Expressionismus, weil die gearbeitete künstlerische Technik nicht so aussah wie die der expressionistischen Künstler.Trotzdem, gehörten z. B. Georg Kolbe (1877-1947) und Käthe Kollwitz zu den Bildhauern, die expressionistische Plastiken schufen.Kollwitz lehnte nicht genau den etablierten Sitl der Akademien ab.
Sie war aber auch nicht dafür, dass die Künstler gezwungen wurden ihre Überblick der Welt zur bestimmten Regeln und Methoden darzustellen. Sonst wäre sie keine Mitglied der Berliner Secession gewesen. Die Kunst von Käthe Kollwitz war auch nie politisch korret, 1906 entwarf sie das Plakat für die "Deutsche Heimarbeit-Ausstellung" in Berlin. Die Kaiserin lehnt den Besuch der Ausstellung ab, solange das Plakat öffentlich aushängt. Die Künstlerins Arbeit war immer reaktionär und versuchte die Öffenlichkeit auf die verborgenen sozialen Elend dieser Zeit aufmerksam zu machen. Werke wie "Helft Rußland" (1912), "Nie wieder Krieg" (1922–1923) oder "Verhungernde Kinder" (1924), sind ein Beispiel dafür. Sie nahm an der deutschen satirischen Wochenzeitschrift "Simplicissimus" teil.
In 14 Zeichnungen für die Zeitschrift wendete sich die Künstlerin direkt den aktuellen Problemen des Proletariats zu. Sie machte ihre Graphik zunehmend zum Instrument sozialen und politischen Engagements. An dieser Zeit 1909 gründete sich die "Neue Künstlervereinigung München" mit dem Ziel, Kunstausstellungen zu organisieren. Die Auslösung der Gruppe , folgte die Entstehung des blauen Reiters. Nur kurze Zeit später präsentierten sie in der Münchener Galerie Thannhauser eine eigene Ausstellung, auf der Bilder von Wassily Kandinsky, Franz Marc (1880-1916), August Macke (1887-1914), Gabriele Münter (1877-1962) und Henri Rousseau (1844-1910) zu sehen waren. Sie sprachen das innere Gefühlsleben an und versuchten beim Betrachter geistige Prozesse zu erwecken. Sie wählten nicht Farbdissonanzen, sondern liebten eher Farbharmonien.
1913 spaltete die Berliner Secession ab,und Käthe Kollwitz wechselte zur Freien Secession und wurde Mitglied des Vorstands 1914-16. 1912 wurde der Frauenkunstverband gegründet. Der Verband soll die Gleichberechtigung von Künstlerinnen in Künstlerkooperationen und die Aufnahme in Staatliche Akademien durchsetzen. 1914 brach der erste Welt Krieg aus. Wegen des Todes ihres Sonnes, als Freiwilliger in Belgien, wendete sich Kollwitz zur Pazifistin. Der Versuch, die Erlebnisse und Erfahrungen der Kriegszeit zu verarbeiten, führte zu einer Reihe von graphischen Arbeiten zu diesem Thema. 1919 wurde sie als erste Frau in die Preußische Akademie der Künste aufgenommen und zur Professorin ernannt. In der Zeit zwischen 1921 und 1924 war sie für die Internationale Arbeiter-Hilfe tätig und fertigte zahlreiche politische Plakate. Auch engagierte sie sich für die Jugend und für die Frauen. Käthe Kollwitz trat nie einer Partei bei, auch wenn sie sich selbst als Sozialistin empfand und wie ihr Mann mit der jungen Sowjetrepublik sympathisierte. Ihre Waffe war die Kunst : „Ich will wirken in dieser Zeit, in der die Menschen so ratlos und hilfsbedürftig sind.“
Anfang der 20er Jahre entstanden viele ihrer Plakate mit sozialpolitischem Inhalt wie "Nieder mit den Abtreibungsparagraphen". Mit dem Plakat "Deutschlands Kinder hungern!" wendete sich Käthe Kollwitz gegen die Not infolge der Inflation. Deutliche Anregungen von den Werken von Max Ernst sind in dem Holzschnitt-Zyklus "Krieg" bemerkbar, mit dem sie sich in den Jahren 1922 und 1923 beschäftigte. Die Plakate “Nie wieder Krieg” wurde 1924 für den "Mitteldeutschen Jugendtag der sozialistischen Arbeiterbewegung” entstanden. Als Denkmal für den Tod ihres Sohnes vollendete Kollwitz das Mahnmal “die trauerden Eltern”. 1933 Jahr der nationalsozialistischen Machtergreifung musste sie die Preußische Akademie der Künste verlassen.
Sie erhielt von den Nationalsozialisten ein Arbeitsverbot und ihren Werke wie viele andere Werke des Expressionismus zur sogenannten "entarteten Kunst" wurden diffamiert. 1936 erschien ein Artikel in der Moskauer Zeitung "Izvestija", dem ein Interview mit Käthe Kollwitz publizierte. Das Geschehen führte zu einem Verhör durch die Gestapo. Ihr wird für den Wiederholungsfall die Haft im Konzentrationslager angedroht. Im Jahr 1942 fertigte sie die lithographische Arbeit mit dem Titel "Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden" ein Zitat von Goethe an. Ein Jahr später zog Käthe Kollwitz nach Nordhausen zu der Bildhauerin Margret Böning. Während ihres Aufenthaltes in Nordhausen arbeitete Käthe Kollwitz nicht mehr, nahm aber lebhaften Anteil an der Arbeit von Margret Böning als Bildhauerin, die zu ihrer letzten Schülerin wurde. 1943 wurden bei einem Bombenangriff auf Berlin unter anderem auch ihre Wohnung zerstört und damit zahlreiche ihrer Arbeiten. 1944 wählte sie Moritzburg bei Dresden zu ihrem Wohnsitz.
Käthe Kollwitz starb am 22. April 1945 in Moritzburg bei Dresden.

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